Sparen ohne Verzicht?

Mai 25th, 2011

Je stärker die einzelnen Haushalte finanziell belastet sind, desto wichtiger wird es, über das Sparen nachzudenken. Die meisten Menschen assoziieren sparen mit Verzicht und abenteuerlichen Einschränkungen und erkennen hinter diesem Wort allein schon Vorurteile, die meist nicht ihre Berechtigung finden. Wer über Sparen nachdenkt, muss nicht automatisch arm sein, oder sich in einer bedenklichen, finanziellen Situation befinden. Sparen bedeutet vorzusorgen. Diesen Zustand in guten Zeiten umzusetzen, wäre also genau im Sinne des Sparens.

Aber es gibt auch die Menschen, die gerade mal so mit ihrem Verdienst über die Runden kommen. Ein Gedanke ans Sparen scheint aussichtslos, weil so schon kaum etwas hängen bleibt. Diesen Menschen sei gesagt, dass sparen nicht zwangsläufig ein Verzicht nach sich ziehen muss, wie später noch erläutert wird. Ein Verzicht oder eine Einschränkung ist zwar das höchste Gut des Sparens, aber nicht in jedem Fall erforderlich. Sparen beginnt damit, sich bewusst zu machen, wo man finanziell überhaupt steht und endet mit der Krönung, eine Einstellung zu entwickeln, mit dem Geld anders, vielleicht sorgsamer umzugehen.

Hier einige Tipps über das Sparen ohne Verzicht:

  • Ein bewussterer Umgang mit Strom und Wasser, kann bereits mehrere hundert Euro im Jahr einsparen. Infos hierzu bekommt man in aller Regel kostenlos vom Anbieter.
  • Fahrgemeinschaften in die Firma oder in die Schule sind für alle Beteiligten kostengünstiger und schonen obendrein noch die Umwelt
  • Preisvergleiche im Internet bei der Urlaubsplanung und nicht alltäglichen Ausgaben
  • In der Verwandtschaft oder bei Freunden leihen statt kaufen. Gerade wer Kinder hat, weis wie schnell Kinder aus der Mode herauswachsen, oder wie schnell ein Spielzeug nicht mehr altersgerecht ist

Sparen heißt, in bestimmten Lebensbereichen einfach umzudenken, nach günstigeren Möglichkeiten zu suchen und diese dann Willkommen zu heißen. Der nächste Strandspaziergang könnte dann das Resultat dieser neuen Lebenseinstellung sein.

Weitere Spartipps: http://finanz-tipp.jimdo.com/spartipps/

Inflation

April 14th, 2011

Inflation kann man als das “sich aufblähen” der Güterpreise beschreiben, denn wird die Wirtschaft inflationär, verschiebt sich das Verhältnis Geld zu Gütern (z.B. Platin, Gold oder Silber) in Richtung Geld und das Sparen in dieser Zeit ist sehr gefährlich. Je mehr Geld auf den Markt gelangt ohne dass eine ausreichende Menge Güter dem entgegensteht, desto wahrscheinlicher wird eine Inflation bzw. desto eher verstärkt sich der Effekt.

Dies zeigt der Schwarze Donnerstag 1929, der als der Beginn der Weltwirtschaftskrise gilt. Nachdem Wochen zuvor die Kurse stark angestiegen waren fand Stagnation statt. Die Anleger gerieten in Sorge um die bei Stagnation nicht zahlbaren Kredite und am 24.10.1929 kam es im Laufe des Vormittages plötzlich zu Panikverkäufen. Die Banken und die Politik versuchten regulierend einzugreifen, indem sie weit über dem datierten Wert einkauften. Auch dies brachte jedoch nur äußerst kurzfristig Besserung, sodass der Dow Jones am folgenden Dienstag endgültig einbrach. Diese Art der Politik, wenn der Staat regulierend eingreift, nennt man Fiskalpolitik. Es bedeutet, dass der Staat beispielsweise Zuschüsse gewährt oder die Steuern senkt.

Diesen Ansatz griff John M. Keynes (1883-1946) auf. Er ist bis Heute einer der bekanntesten Ökonomen. Die keynesianische Theorie besagt, dass der Staat durch beispielsweise Steuersenkungen oder eigene Baumaßnahmen wie den Straßenbau regelnd in die freie Marktwirtschaft eingreifen muss um diese zu stabilisieren. In der Zeit der Stagflation (70er Jahre) hingegen griff die Fiskalpolitik Keynes nicht. Dieser Umstand beweist, dass die Wirtschaft frei fluktuiert. Seitdem gilt Milton Friedmanns (1912-2006) geldpolitischer Ansatz, dass der Markt sich selbst heilt. Seine Argumentation beruht auf der Keynes entgegengesetzen Ansicht, dass Inflation und Deflation in einem langfristig sich selbst ausgleichendem Verhältnis stehen.