Inflation
April 14th, 2011
Inflation kann man als das “sich aufblähen” der Güterpreise beschreiben, denn wird die Wirtschaft inflationär, verschiebt sich das Verhältnis Geld zu Gütern (z.B. Platin, Gold oder Silber) in Richtung Geld und das Sparen in dieser Zeit ist sehr gefährlich. Je mehr Geld auf den Markt gelangt ohne dass eine ausreichende Menge Güter dem entgegensteht, desto wahrscheinlicher wird eine Inflation bzw. desto eher verstärkt sich der Effekt.
Dies zeigt der Schwarze Donnerstag 1929, der als der Beginn der Weltwirtschaftskrise gilt. Nachdem Wochen zuvor die Kurse stark angestiegen waren fand Stagnation statt. Die Anleger gerieten in Sorge um die bei Stagnation nicht zahlbaren Kredite und am 24.10.1929 kam es im Laufe des Vormittages plötzlich zu Panikverkäufen. Die Banken und die Politik versuchten regulierend einzugreifen, indem sie weit über dem datierten Wert einkauften. Auch dies brachte jedoch nur äußerst kurzfristig Besserung, sodass der Dow Jones am folgenden Dienstag endgültig einbrach. Diese Art der Politik, wenn der Staat regulierend eingreift, nennt man Fiskalpolitik. Es bedeutet, dass der Staat beispielsweise Zuschüsse gewährt oder die Steuern senkt.
Diesen Ansatz griff John M. Keynes (1883-1946) auf. Er ist bis Heute einer der bekanntesten Ökonomen. Die keynesianische Theorie besagt, dass der Staat durch beispielsweise Steuersenkungen oder eigene Baumaßnahmen wie den Straßenbau regelnd in die freie Marktwirtschaft eingreifen muss um diese zu stabilisieren. In der Zeit der Stagflation (70er Jahre) hingegen griff die Fiskalpolitik Keynes nicht. Dieser Umstand beweist, dass die Wirtschaft frei fluktuiert. Seitdem gilt Milton Friedmanns (1912-2006) geldpolitischer Ansatz, dass der Markt sich selbst heilt. Seine Argumentation beruht auf der Keynes entgegengesetzen Ansicht, dass Inflation und Deflation in einem langfristig sich selbst ausgleichendem Verhältnis stehen.